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JAN BRÖGGER Kirchenmusik St. Marien, Neunkirchen

Die Roethinger-Orgel in St. Marien, Neunkirchen/Saar


  • erbaut von der Orgelbauwerkstatt Roethinger in Straßburg (Elsass)
  • Firmengründung 1893 durch Orgelbaumeister Edmond Alexandre
    Roethinger (1866-1953);
    Firmenleitung von 1953-1968/69:
    Nachfolger Max Roethinger (1897-1981)
  • 1954 Fertigstellung der Orgel
  • III Manuale, 49 Register, elektro-pneumatische Kegellade, freistehender Spieltisch

Die Orgel der Neunkirchener Marienkirche wurde innerhalb zweier Bauabschnitte in den Jahren 1952 und 1954 nach einem Dispositionsentwurf des damaligen Organisten der Marienkirche, Alfons Erner, von der Straßburger Orgelbauwerkstatt Roethinger erbaut. Das Konzept der Orgel orientiert sich in baulicher und klanglicher Hinsicht in konsequenter Weise am romantisch-orchestralen Orgeltypus.

Deutsche sowie französische romantische Orgelliteratur lassen sich nahezu kompromisslos auf diesem Instrument darstellen. Seine überzeugende Eigencharakteristik im Zusammenspiel mit der äußerst feinen Akustik des Kirchenraumes räumt dieser Orgel einen besonderen Stellenwert in der saar-pfälzischen Orgellandschaft ein.

1985 wurde die Orgel im Zuge der Innenrenovierung der Kirche durch die Orgelbauwerkstatt Mayer generalüberholt, teilweise umintoniert (Verstärkung des Schwellwerkes) und mit einem neuen Spieltisch versehen. Leider wurden bei dieser Maßnahme die originalen Sub- und Superkoppeln des Rückpositivs und Schwellwerkes entfernt.

Material der Prospektpfeifen: Zink
Die unterschiedliche Farbgebung resultiert aus unterschiedlicher Lackierung mit Goldbronze und Silberbronze.

Gesamtanzahl der Orgelpfeifen: 3090


Disposition:
III/49 (40), elektro-pneumatische Kegellade


Hauptwerk
I. Manual:
Rückpositiv
II. Manual:
Schwellwerk
III. Manual:
Pedal:
 
Principal 16´ Bourdon 8´ Quintadena 16´ Principal 16´
Principal 8´ Gemshorn 8´ Principal 8´ Subbaß 16´
Gedackt 8´ Rohrflöte 4´ Holzflöte 8´ Echobaß 16´ (Transmission aus Quintadena 16´, SW)
Dulciana 8´ Flageolet 2´ Salicional 8´ Quintbaß 10 2/3´
Octave 4´ Larigot 1 1/3´ Schwebung 8´ (ab Ton c) Principal 8´ (Auszug aus Principal 16´, P) *
Nachthorn 4´ Sesquialter 2-fach Octave 4´ Spillpfeife 8´ (Auszug aus Subbaß 16´, P) *
Quinte 2 2/3´ Cymbel 4-fach Blockflöte 4´ Choralbaß 4´ (Auszug aus Principalen 16´ und 8´, P) *
Doublette 2´ Krummhorn 8´ Nasard 2 2/3´ Rohrflöte 4´ (Auszug aus Subbaß 16´ und Spillpfeife 8´, P) *
Kornett 5-fach * Tremulant Waldflöte 2´ Sopran 2´ (Auszug aus Spillpfeife 8´ und Rohrflöte 4´, P) *
Mixtur 4-6 fach   Terz 1 3/5´ Mixtur 7-fach
Basson 16´   Mixtur 5-fach´ Posaune 16´
Trompete 8´   Dulcian 16´ Dulcian 16´ (Transmission aus Dulcian 16´, SW)
Clairon 4´   Hautbois 8´ Trompete 8´ (Auszug aus Posaune 16´, P) *
    Regal 4´ Cornet 4´ (Auszug aus Posaune 16´ und Trompete 8´, P) *
    Tremulant  
* ab Ton c1     * 12 eigene Pfeifen ab Ton fis

 

Spielhilfen:

Koppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P, III/P 4´
freie Kombinationen A, B, C, D, Null, Tutti
Schwelltritt III, Walze, Einzelabsteller Zungen, Pedalkombinationen P1, P2, P3
Spielhilfen (Koppeln und Kombinationen) auch als Pistons
Tonumfang Manuale = C - g3    Pedal = C – f1


Die Öhms-Orgel in St. Pius, Neunkirchen/Saar


  • Erbaut von Orgelbau Rudolf Öhms (Trier)
  • Dezember 1981 Fertigstellung der Orgel

Die Orgel hat insgesamt 20 klingende Register mit einer Pfeifenzahl von 1499, die sich auf 2 Manuale und Pedal verteilen. Die größte und gleichzeitig aus den Prinzipalen tiefste Pfeife steht in einem der Prospekttürme (Sichtpfeifen), hat eine Länge einschließlich Fuß von 3150 mm, ein Gewicht bei 75%iger Zinnlegierung von 33 kg, die kleinste und höchste Pfeife im Innern der Orgel mit einer Körperlänge (hier ohne Fuß) von 12 mm und ein Gewicht von ca. 25 Gramm.


Das Orgelgehäuse ist aus massivem Eichenholz angefertigt, Rahmenwerk~ mit ebenfalls massiven, abgesetzten, gefälzten, eingeschobenen Füllungen. Die Oberfläche ist mit verdünntem Salmiakgeist gebeizt, grundiert, geschliffen, gewachst und gebürstet.


Bei der äußeren Gestaltung wurde zur Aufgabe gestellt, möglichst die rückwertige Mauer im Verhältnis der vorgegebenen Masse auszufüllen, aber auch gleichzeitig Raum zum Aufstellen des Kirchenchores auf der Empore zu belassen. So entstand ein verhältnismäßig schmaler Sockel mit weit ausgelegten Pedalanbauten rechts und links. Die an sich strenge äußere Grundform des Orgelgehäuses führte zu der Überlegung, die Vorderfront plastisch zu zieren, was durch die an den Ecken aufgehängten Pfeifenprospekttürme möglich wurde und somit eine Besonderheit darstellt, wie sie noch nirgendwo anzutreffen ist.


Hier bietet sich dem Betrachter deutlich die Anordnung der einzelnen Werke. Im Mittelteil mit 3 hochgezogenen Türmen Hauptwerk mit Prinzipal 8' und Oktave 4', seitlich links und rechts C und Cis, Seite des Pedalwerks mit je 2, zwar im oberen Verlauf eingegliederten, jedoch dominierenden Pedaltürmen. In der Mitte vom Sockel ist ein durch Holzjalousien zu öffnendes Brustwerk angeordnet, darunter der eingebaute Spieltisch mit Spielschrank.


Die Spieltraktur der Orgel ist mechanisch, die Registratur elektrisch, das heißt, das Tonventil ist durch eine Mechanik mit der Taste verbunden, das Ventil wird demzufolge mit eigener Kraft aufgedrückt, während die Betätigung der Registerschleifen durch Elektromagnete erfolgt, was außer den Handregistern die weitere Möglichkeit von 2 freien Kombinationen zuließ.




Disposition:
II/20, mechanische Spieltraktur, elektrische Registratur


Hauptwerk
I. Manual:
Brustwerk (schwellbar)
II. Manual:
Pedal:
 
Bourdon 16´ Gedackt 8´ Subbass 16´
Prinzipal 8´ Prinzipal 4´ Offenbass 8´
Hohlpfeife 8´ Salicional 4´ Choralbass 4´
Oktave 4´ Nachthorn 2´ Fagott 16´
Koppelflöte 4´ Quinte 1 1/3´  
Flachflöte 2´ Scharff 3-fach  
Cornett 3-5fach Krummhorn 8´  
Mixtur 1 1/3´
4-fach
Tremulant  
Trompete 8´    
Tremulant    

 

Spielhilfen:

Koppeln: II/I, I/P, II/P
2 freie Kombinationen; Tutti; Zungenabsteller
Tonumfang Manuale = C - g3    Pedal = C - f1
Erbauer: Orgelbau Rudolf Öhms, Orgelbaumeister
Gestaltung: Rudolf Öhms
Disposition und Intonation: Rudolf Öhms und Paul Katz


Die Orgel in der Kirche Herz Jesu, Neunkirchen


Orgelbau Gebrüder Späth, Ennetach Mengen (Württemberg)
Opus 561 vom 02.09.1951


Disposition:
II/19 (18), elektro-pneumatische Kegellade


Hauptwerk
I. Manual:
Oberwerk
II. Manual:
Pedal:
 
Principal 8´ Nachthorn Gedackt 8´ Zartbaß 16´ (Windabschwächung des Subbaß 16´)
Koppelflöte 8´ Salicional 8´ Subbaß 16´
Octave 4´ Singender Principal 4´ Octavbaß 8´
Rohrgedackt 4´ Gemshorn 4´ Gedacktflöte 8´
Flageolet 2´ Waldflöte 2´ Trompete 8´
Mixtur 4-6fach Sesquialter 2-fach  
  Cymbel 3-fach  
  Silbermann Trompete 8´  
  Tremulant  

 

Spielhilfen:

Koppeln: II/I, II/P, I/P
Handregister, Freie Kombination, Auslöser (= “0”), Tutti
Zungen ab, Walze: als Fußtritt und als Handgriff


Die Orgel in der Kirche St. Barbara, Neunkirchen-Heinitz


Orgelbau Mayer, Heusweiler


Disposition:
II/6, mechanische Spiel- und Registertraktur


Hauptwerk
I. Manual:
Nebenwerk
II. Manual:
Pedal:
 
Rohrflöte 8´ Holzgedackt 8´ Subbass 16´
Gemshorn 4´ Principal 2´  
Quinte 1 1/3´    

 

Spielhilfen:

Koppeln: PK II, PK I, II/I


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Wenden Sie sich gerne an Jan Brögger, Tel.: 0 68 21 / 9 99 28 06 oder jan.broegger@web.de